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Ausgewählte Publikationen im Januar

Wie schädlich ist es für die Gesundheit, an einer großen Straße zu wohnen? Werden Info-Mails von Forschungsinstituten an Stakeholder eigentlich wirklich gelesen? Und: Wie muss Gesundheitspolitik gemacht werden, dass Pläne für eine gesündere Gesellschaft auch tatsächlich da ankommen, wo sie müssen? Das sind die Fragen, mit denen sich aktuelle BIPS-Publikationen beschäftigt haben.

Griebler, Ursula, Kien, Christina, De Santis, Karina Karolina, Stratil, Jan, Borchard, Annegret & Heise, Thomas. Dissemination of evidence by Cochrane Public Health Europe in German-speaking countries: An online stakeholder survey. International Journal of Public Health. 2022;67:1605265. https://doi.org/10.3389/ijph.2022.1605265


Zusammenfassung: Diese Veröffentlichung befasst sich mit der interessanten Frage „wie häufig werden Infomails mit Kurzzusammenfassungen von den letzten Review-Publikationen vom Cochrane-Institut tatsächlich gelesen?“ Dafür wurden 15 E-Mail-Kampagnen des Instituts untersucht. Im Schnitt öffneten 26 Prozent der Empfänger die E-Mails [10,9 – 39,3 Prozent]. Die Infomails scheinen also für die tägliche Arbeit der Stakeholder sinnvoll zu sein.


Nagrani, Rajini, Marron, Manuela, Bongaerts, Eva, Nawrot, Tim S., Ameloot, Marcel, de Hoogh, Kees, Vienneau, Danielle, Lequy, Emeline, Jacquemin, Benedicte, Günther, Kathrin, De Ruyter, Thaïs, Mehlig, Kirsten, Molnár, Dénes, Moreno, Luis A., Russo, Paola, Veidebaum, Toomas, Ahrens, Wolfgang, Buck, Christoph & on behalf of the IDEFICS and I.Family consortia. Association of urinary and ambient black carbon, and other ambient pollutants with risk of prediabetes and metabolic syndrome in children and adolescents. Environmental Pollution. 2023;317:120773. https://doi.org/10.1016/j.envpol.2022.120773


Zusammenfassung: Luftverschmutzung führt jedes Jahr zu zahlreichen Erkrankungen und Toten. Vor allem in Ländern in Südostasien. Diese Studie konnte anhand eines europäischen Samples zeigen: Auch hier in Europa ist das ein Thema. Kinder, die weniger als 250 Meter von einer Hauptstraße weit weg wohnen, weisen nicht nur erhöhte Konzentrationen an schwarzen Kohlenstoff in ihrem Urin auf, sondern haben auch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit an Stoffwechsel-Erkrankungen zu leiden.


Lobczowska, Karolina, Banik, Anna, Forberger, Sarah, Kaczmarek, Krzysztof, Kubiak, Thomas, Neumann-Podczaska, Agnieszka, Romaniuk, Piotr, Scheidmeir, Marie, Scheller, Daniel, Steinacker, Jürgen, Wendt, Janine, Bekker, Marleen P. M., Zeeb, Hajo & Luszczynska, Aleksandra. Social, economic, political, and geographical context that counts: Meta-review of implementation determinants for policies promoting healthy diet and physical activity. BMC Public Health. 2022;22:1055. https://doi.org/10.1186/s12889-022-13340-4


Zusammenfassung: Welche Faktoren müssen beachtet werden, wenn Strategien für gesunde Ernährung und körperliche Aktivitäten gefördert werden sollen? Diese umfangreiche Meta-Review beleuchtet genau diese Fragen. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem soziale, kulturelle, wirtschaftliche und politische Umstände zu berücksichtigen sind, wenn jemand Pläne für die Umsetzung von Strategien für gesunde Ernährung und körperliche Aktivität erstellt. Interessant vor allem für politische Entscheidungsträger:innen, Aktivist:innen und Forscher:innen.