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Impulsvorträge: Gesund Aufwachsen in einer digitalen Welt

Mitte Juni 2019 trafen sich 20 Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Schule, Kita und Öffentlicher Gesundheitsdienst in Berlin, um inhaltliche Kernpunkte zum Thema „Gesund aufwachsen in einer digitalen Welt“ herauszuarbeiten. Auch das BIPS war vertreten.


Dr. Antje Hebestreit, Leiterin der Fachgruppe Lebensstilbedingte Erkrankungen in der Abteilung Epidemiologische Methoden und Ursachenforschung, hielt dabei einen Impulsvortrag zum Thema „Digitales Aufwachsen und Ernährung“. Darin ging es zum Beispiel um den Einfluss von Influencern auf das Ernährungsverhalten junger Menschen. Ole Sprengeler, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der gleichen Fachgruppe, referierte über „Digitales Aufwachsen und Bewegung“. Er zeigte anhand aktueller Untersuchungen auf, wie sich das Bewegungsverhalten junger Menschen etwa auf dem Pausenhof durch die Verbreitung von Smartphones und anderer digitaler Geräte verändert hat.


Die Veranstaltung fand im Nachgang zum gleichnamigen Kongress im Februar 2019 statt. Ausrichter war die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb). Sie ist ein offenes Bündnis mit zahlreichen Mitgliedern aus öffentlicher Hand, Wissenschaft, Wirtschaft, Sport, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft.


„Das BIPS wurde eingeladen, sich aktiv in diese Diskussion einzubringen.  Offensichtlich haben wir mit unserer Forschung einen Nerv getroffen“, sagte Hebestreit nach der Veranstaltung. Das Thema werde in den kommenden Jahren deutlich an Relevanz gewinnen. „Die Rolle der Digitalisierung bei der Entwicklung von Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen zu erforschen, könnte vielleicht sogar eine Aufgabe des neuen Leibniz-WissenschaftsCampus Digital Public Health werden“, so Hebestreit.


Das Modell des Leibniz-WissenschaftsCampus ermöglicht Leibniz-Einrichtungen und Hochschulen eine thematisch fokussierte Partnerschaft, die den jeweiligen Forschungsbereich weiterentwickeln und das wissenschaftliche Umfeld für diese Thematik stärken soll. Erstmals geht im August ein Leibniz-WissenschaftsCampus im Land Bremen an den Start. Im neuen Forschungsnetzwerk kooperieren das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS, das Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS und die Universität Bremen. Der neue „Leibniz-Campus Digital Public Health“ soll sich unter anderem der Frage widmen, wie sich digitale Technologien effektiv, fair und mit den Prinzipien der Menschenwürde vereinbar in Prävention, Gesundheitsförderung und weitere Public Health Aufgaben integrieren lassen.


Hier finden Sie eine Zusammenfassung der Kernbotschaften des peb-Kongresses und eine Fotodokumentation des Workshops.