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Wie Männer für gesunde Ernährung und Gewichtskontrolle zu begeistern sind

Vortrag der Professorin Kate Hunt über schottische Gesundheitsstudie / Anmeldung erforderlich

Auf Einladung des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS an der Universität Bremen spricht Professorin Kate Hunt von der Universität Glasgow am 15. Mai 2014 von 18 bis 19 Uhr im Bremer Hotel Munte über das erfolgreiche Gewichtsreduktionsprogramm für Männer „Football Fans in Training Programme - FFIT“, das sie mit Fußballvereinen der schottischen Premier League umgesetzt hat. Der Vortrag findet im Rahmen der Abschlusstagung des Verbundes „Geschlechtersensible Forschung in Epidemiologie, Neurowissenschaften und Genetik / Tumorforschung“ statt.

Männer verringern erfolgreich ihr Übergewicht, wenn sie mit geschlechtersensiblen Maßnahmen angesprochen werden. So lässt sich das Ergebnis der Studie zusammenfassen, die Hunt mit ihrer Forschungsgruppe durchführte. Hintergrund dieser Studie sind die Fakten: Übergewicht und ungesunde Ernährung mit all ihren Folgen – wie zum Beispiel Herzkreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen – sind ein Problem von Männern und Frauen. Aktivitäten zur Gewichtskontrolle und gesunden Ernährung gelten im Allgemeinen als weiblich. Es ist bekannt, dass Männer seltener als Frauen an Präventionsprogrammen teilnehmen. Es kommt daher darauf an, Präventionsprogramme geschlechtersensibel zu gestalten, so dass sich Frauen und Männer angesprochen fühlen. Dem schottischen Gewichtsreduktionsprogramm FFIT, das Hunt mit ihrem Team im Rahmen der Studie entwickelte, ist dies geglückt.

Hunt resümiert: „Das FFIT-Programm zeigt, dass unter den richtigen Umständen Männer gewillt und in der Lage sind, ihr Gesundheitsverhalten positiv zu verändern. Der Fußballverein ist dabei ein großartiger Ort zur Gewichtsregulierung und für andere Gesundheitsinitiativen für Männer. Die Teilnehmer genossen es, sich mit anderen betroffenen Männern auszutauschen, die sich gemeinsam für Fußball interessierten und ähnliche Gesundheitsprobleme hatten.“

Mit Fragen geschlechtersensibler epidemiologischer, medizinischer und Public Health-Forschung beschäftigte sich in den letzten drei Jahren der Forschungsverbund „Geschlechtersensible Forschung in Epidemiologie, Neurowissenschaften und Genetik/Tumorforschung“. In diesem Verbund – gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Europäischen Sozialfonds – kooperieren die Universitäten Münster und Essen mit dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS, das die Koordination innehat. Das Teilprojekt „Epi goes Gender“ des Verbundes zählt zu den BIPS-Aktivitäten im Wissenschaftsschwerpunkt Epidemiologie und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen.

Dr. Ingeborg Jahn, Wissenschaftlerin am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS und Koordinatorin des Verbundes, erklärt: „Geschlechtersensible Gesundheitsforschung will Geschlechterunterschiede entdecken, ohne in Stereotypen von männlich/weiblich zu verfallen. Das FFIT-Programm ist dafür ein ausgezeichnetes Beispiel: So gilt es als typisch weiblich, dass soziale Beziehungen zum Sport motivieren. FFIT zeigt, dass dieses Motiv auch für Männer gilt.“

Achtung: Interessierte können nach schriftlicher Anmeldung per E-Mail an Dirk Gansefort, gansefort(at)bips.uni-bremen.de, am Vortrag von Kate Hunt teilnehmen.

Weitere Informationen:

FFIT-Programm: http://www.ffit.org.uk/

Verbund „Geschlechtersensible Forschung in Epidemiologie, Neurowissenschaften und Genetik / Tumorforschung“: http://www.epimed-gender.net/

Kontakt:

Dirk Gansefort
Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS
Tel.: 0421/218-56915, E-Mail: gansefort(at)bips.uni-bremen.de

Das BIPS vermittelt auch gerne den Kontakt zu Prof. Dr. Kate Hunt der Universität Glasgow.