Epidemiologie neuropsychiatrischer Erkrankungen

Fachgruppe Epidemiologie neuropsychiatrischer Erkrankungen

Seit der thematischen Neuausrichtung im Dezember 2015 (ehemals Fachgruppe „Epidemiologie in Patientenkollektiven“) fokussiert sich diese Fachgruppe auf Fragen zur Epidemiologie neuropsychiatrischer Erkrankungen.

Neurologische und psychiatrische Erkrankungen gewinnen in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung, was nicht zuletzt auf den demographischen Wandel und die steigenden Erkrankungsraten bei Kindern und Jugendlichen zurückzuführen ist. Derzeit leiden ca. 38% der EU-Bürger (165 Millionen) an mindestens einer Erkrankung aus dem neuropsychiatrischen Spektrum. Mehr als 42% aller verlorenen oder in Behinderung verbrachten Lebensjahre in der EU lassen sich auf neuropsychiatrische Erkrankungen zurückführen. Damit sind neuropsychiatrische Erkrankungen die Hauptursache von Behinderungen und Beeinträchtigungen der Lebensqualität und der Funktionsfähigkeit.

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte der Fachgruppe sind neuropsychiatrische Erkrankungen in der Kindheit und im hohen Erwachsenenalter, beispielsweise das Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom bei Kindern oder die im höheren Lebensalter gehäuft auftretenden neurodegenerativen Erkrankungen (z. B. Morbus Parkinson, Alzheimer-Demenz). Da diese Erkrankungen auch für die Angehörigen der Betroffenen eine Belastung bedeuten, die wiederum deren Risiko für psychiatrische Erkrankungen erhöht, hat die zukünftige Forschung der Fachgruppe auch diese Personengruppe im Visier. In Abhängigkeit von der jeweiligen konkreten Fragestellung entstehen dabei Quervernetzungen zu anderen Fachgruppen der Abteilung (z. B. mit der Fachgruppe „Arzneimittelrisikoforschung“ bei Untersuchungen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen bei Psychopharmaka).

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte:

Ausgewählte Veröffentlichungen

    Zeitschriftenartikel mit peer-review

  • Riedel O, Wittchen H-U. Nutzer und Nutzung von Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige von Alzheimer-Patienten. Ergebnisse einer naturalistischen Beobachtungsstudie. Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie. 2017;50(1):14-20.
    http://dx.doi.org/10.1007/s00391-015-1002-0
  • Kersting C, Lindemann C, Mikolajczyk R, Garbe E, Riedel O. Auf dem Weg zu einer optimale(re)n Versorgung? Ergebnisse der Pilotierung eines ADHS-Selektivvertrages nach §73c SGB V in Bremerhaven. Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie. 2016;66(5):187-194.
    http://dx.doi.org/10.1055/s-0042-100814
  • Riedel O, Bitters D, Amann U, Garbe E, Langner I. Estimating the prevalence of Parkinson's disease (PD) and proportions of patients with associated dementia and depression among the elderly based on secondary claims data. International Journal of Geriatric Psychiatry. 2016;31(8):938-943.
    http://dx.doi.org/10.1002/gps.4414
  • Kersting C, Lindemann C, Jacobi C, LoBaido A, Schneider A, Yurdakul M, Ziegler-Kirbach E, Mikolajczyk R, Garbe E. Therapieziele von Kindern und Jugendlichen mit ADHS und ihren Hauptbezugspersonen. Eine inhaltsanalytische Auswertung und Prüfung der Übereinstimmung zwischen Betroffenen und Bezugspersonen. Das Gesundheitswesen. 2016;78(1):34-36.
    http://dx.doi.org/10.1055/s-0034-1387746
  • Mikolajczyk R, Horn J, Schmedt N, Langner I, Lindemann C, Garbe E. Injury prevention by medication among children with attention-deficit/hyperactivity disorder: A case-only study. JAMA Pediatrics. 2015;169(4):391-395.
    http://dx.doi.org/10.1001/jamapediatrics.2014.3275
  • Riedel O. Pflegebedürftigkeit bei Morbus Parkinson - zu selten (an-)erkannt? Das Gesundheitswesen. 2015;77(6):432-435.
    http://dx.doi.org/10.1055/s-0035-1549972
  • Riedel O, Klotsche J, Wittchen H-U. Motor impairment, depression, dementia: Which forms the impression of disease severity in Parkinson's disease? Parkinsonism & Related Disorders. 2014;20(12):1365-1370.
    http://dx.doi.org/10.1016/j.parkreldis.2014.09.025

Aktuelle Projekte

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