Neuropsychiatrische Störungen des höheren Lebensalters

Das höhere Lebensalter geht mit einem erhöhten Risiko für Erkrankungen des Gehirns einher. So sind beispielweise die Alzheimer-Demenz und die Parkinson-Krankheit die beiden häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen jenseits des 65. Lebensjahrs. Neben den für diese Erkrankungen charakteristischen körperlichen Behinderungen entwickeln sich im langjährigen Krankheitsverlauf auch häufig psychiatrische Begleiterkrankungen, die den Krankheitsverlauf massiv beeinflussen, die Patienten zusätzlich beeinträchtigen, aber auch für die pflegenden Angehörigen eine große Belastung darstellen.

Inhalte dieses sich noch im Aufbau befindlichen Schwerpunkts sind die Schätzung der Häufigkeiten von neuropsychiatrischen Erkrankungen, sowie die Analyse von Faktoren, die den Krankheitsverlauf beeinflussen. Dabei wird für die Beantwortung von entsprechenden Fragestellungen auf Sekundärdaten (GePaRD) zurückgegriffen, es werden aber auch Primärdaten herangezogen. So ist die Fachgruppe beispielsweise an der Auswertung der bundesweiten longitudinalen DEMPARK/LANDSCAPE-Studie (PI: Prof. Dr. Richard Dodel, Essen/Marburg, Förderung: BmBF) beteiligt, in der die Entwicklung demenzieller Störungen bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit erforscht wird. Weiterhin werden Forschungsprojekte konzipiert, die das Thema Polypharmazie und psychiatrische Erkrankungen bei älteren Menschen beleuchten sollen.

Ausgewählte Publikationen

  • Riedel, O., Bitters, D., Amann, U., Garbe, E. & Langner, I. (2016). Estimating the prevalence of Parkinson’s disease (PD) and proportions with associated dementia and depression among the older adults using secondary claims data. International Journal of Geriatric Psychiatry, 31: 938-943. doi: 10.1002/gps.4414.
  • Riedel, O., Klotsche, J. & Wittchen, H.-U. (2016). Overlooking the informal dementia caregivers’ burden. Research in Gerontological Nursing, 9: 167-174. doi: 10.3928/19404921-20160531-02.