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Untersuchung zur Strukturveränderung der Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege (KZP) nach dem PflegeVG unter besonderer Berücksichtigung der KZP nach Krankenhausaufenthalt

Beschreibung

Die Kurzzeitpflege hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert, insbesondere wurden durch den Einfluss des PflegeVG die Verweildauern deutlich gesenkt. Damit steht zu befürchten, dass das Rehabilitations- und Selbsthilfepotenzial von PatientInnen nach einer Krankenhausbehandlung nicht mehr ausgeschöpft wird, da sofort eine Überweisung in eine stationäre Pflegeeinrichtung erfolgt. Die Studie untersucht am Beispiel Bremen folgende Fragen:

a. Hat sich in den letzten 5 Jahren die absolute Zahl und der relative Anteil der Klienten vergrößert, der nach einem Krankenhausaufenthalt direkt in eine stationäre Dauerpflege entlassen wird?

b. Hat sich in den letzten 5 Jahren die absolute Zahl und der relative Anteil der Klienten vergrößert, der nach einem Krankenhausaufenthalt über die KZP in eine stationäre Dauerpflege entlassen wird?

c. Unter welchen organisatorischen, sozialen, qualitativen und ökonomischen Voraussetzungen könnte die KZP dazu beitragen, den Anteil der stationären Dauerpflegen nach einem Krankenhausaufenthalt zu vermindern?

Methodisches Vorgehen:
a. Repräsentative Datensammlung und Interviews in Bremer Krankenhäusern zum Entlassungsmanagement und zur Patientenstruktur im Zeitvergleich. Spiegelung der Daten in der Statistik Bremer Pflegeheime und beim Sozialhilfeträger.

b. Befragung und repräsentative Datenerhebung in Bremer KZP-Einrichtungen unter Verwendung der Datenerhebung der Senatorischen Dienststelle von 1995-96

c. Kooperation mit Kostenträgern und Gutachtern, die die Pflegeeinstufung vornehmen und eine entsprechende Finanzierung bewilligen. Ziel dieses Teils der Untersuchung ist, ungenutzte Rehapotentiale bei denjenigen Klienten zu ermitteln, die ohne bestehende Pflegeeinstufung nach einem Krankenhausaufenthalt über die KZP in eine stationäre Pflegeeinrichtung vermittelt werden.

d. Fallbeschreibungen von Klienten, die ohne bestehende Pflegestufe nach einem Krankenhausaufenthalt über die KZP in eine stationäre Pflegeeinrichtung vermittelt werden. Katamnestische Analyse des Rehapotentials nach Aktenlage.

Publikation:
Kolip, P., Güse, H.-G. et al. (2002) : Untersuchung zur Strukturveränderung der Inanspruchnahme in der Kurzzeitpflege (KZP) nach dem PflegeVG unter besonderer Berücksichtigung der KZP nach Krankenhausaufenthalt. Projektbericht.

Förderzeitraum

Beginn:   Dezember 2001
Ende:   September 2002

Förderer

  • Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales der Freien Hansestadt Bremen

Kooperationspartner

  • Dr. Hans-Georg Güse (Mediconsult)