Welche Rolle spielt die Familie, damit "Tweens" ein gesundes Gewicht halten?

EU fördert I.Family-Studie, die aufbauend auf der IDEFICS-Kohorte von mehr als 16.000 Kindern dieser Frage in acht europäischen Ländern nachgeht.

Kinder unter 10 Jahren, die regelmäßig zusammen mit der Familie essen, in einem geordneten Zuhause leben und sich wohlfühlen, haben ein um 50 Prozent reduziertes Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit. Das hat die von der Europäischen Union geförderte IDEFICS-Studie deutlich gezeigt.

Diese und andere Ergebnisse aus der IDEFICS-Studie über die Bedeutung des Familienlebens werden heute, 18. Oktober 2012, auf dem Kongress der ECOG (European Childhood Obesity Group) in Palma de Mallorca vorgestellt.

Wie aber wird sich der Einfluss der Familie ändern, wenn die Kinder erst einmal in das “Tween”-Alter kommen – in die Jahre “in between”, nicht mehr Kind aber auch noch nicht ganz Teenager – eine Phase, in der mehr und mehr Einflüsse von außen ins Spiel kommen? Dies ist eine der Schlüsselfragen, die in der I.Family-Studie nachfolgend untersucht werden.

Iris Pigeot, stellvertretende Koordinatorin sowohl der IDEFICS- als auch der I.Familiy-Studie und Professorin für Biometrie und epidemiologische Methodenforschung am BIPS – Institut für Epidemiologie und Präventionsforschung in Bremen, sagte auf dem ECOG-Kongress: „Kinder unter 10 Jahren, die im Familienleben verankert sind, die vor allem gemeinsam mit der Familie essen und sich geborgen fühlen, haben ein um 50 Prozent vermindertes Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit. Die Erfahrung einer förderlichen und geschützten Familienumgebung ist entscheidend dafür, dass sie ein gesundes Gewicht halten.“

„Dieser markante und bedeutende Effekt wurde durch unsere IDEFICS-Daten bestätigt, basierend auf 16.000 untersuchten Kindern in acht europäischen Ländern,“ so Pigeot.

„Indem wir nun die IDEFICS-Kohorte weiter betrachten“, so Pigeot weiter, „erfahren wir, in wie weit eine unterstützende Familie weiterhin diesen bedeutenden Effekt bestimmt, wenn die Kinder „Tweens“ werden, oder ob Gleichaltrige diese Rolle übernehmen. Auch andere Faktoren wie die städtebauliche Umgebung könnten einen größeren Effekt haben.“

Die IDEFICS-Studie hat deutlich gezeigt, dass das emotionale Wohlbefinden des Kindes, sein Selbstwertgefühl, sein Verhältnis zur Familie und anderen sozialen Kontakten Schlüsselelemente dafür sind, ein gesundes Körpergewicht zu halten. I.Family wird nun untersuchen, in wie weit die Rolle der Familie einer der kritischen Faktoren, oder tatsächlich der kritische Faktor ist, europäische „Tweens“ bei der Bekämpfung von Fettleibigkeit zu unterstützen.“

 

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