BIPS ist jetzt Institut der Leibniz-Gemeinschaft

Vollmitgliedschaft des Bremer Instituts seit Jahresanfang / Neuer Name: Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS GmbH

Das BIPS in Bremen ist seit 1. Januar neues Mitglied der Leibniz­-Gemeinschaft. Das Institut wird künftig „Leibniz-­Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS GmbH“ heißen und trägt damit der Aufnahme in diese Gemeinschaft von hochrangigen Forschungsinstituten Rechnung.

Das BIPS ist eines der ältesten Epidemiologie­Institute Deutschlands. 1981 wurde es als Forschungsinstitut der Freien Hansestadt Bremen gegründet. Zwischenzeitlich, von 2007 bis 2011, war das Institut Zentrale Wissenschaftliche Einrichtung der Universität Bremen. Mit der Aufnahme in die Leibniz­-Gemeinschaft geht das BIPS nun in die gemeinsame Finanzierung von Bund und Ländern über.

Das Institut sieht seine Aufgabe darin, Ursachen für Gesundheitsstörungen zu erkennen und neue Konzepte zur Vorbeugung von Krankheiten zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren sowie dafür geeignete wissenschaftliche Methoden bereitzustellen.

Die Erforschung lebensstilbedingter und berufsbedingter Erkrankungen sowie deren Vorbeugung haben das BIPS zu einer international sichtbaren Forschungseinrichtung gemacht. In seinen Forschungsprojekten kooperiert das Institut derzeit mit 38 Universitäten, davon 26 außerhalb Deutschlands. Ein Beispiel dafür ist die europaweite I.Family-­Studie, die vom BIPS gemeinsam mit
der Universität Bremen koordiniert wird.

Aufgrund seiner Expertise ist das BIPS auch an der Leitung und Durchführung der Nationalen Kohorte beteiligt, einer Langzeitstudie zur Gesundheit der deutschen Erwachsenenbevölkerung. Mit seiner Arzneimittelrisikoforschung trägt das BIPS dazu bei, Arzneimittelrisiken frühzeitig zu erkennen.

Heute beschäftigt das BIPS 140 Mitarbeiter. Die vier Abteilungen des BIPS decken die Schwerpunkte Biometrie, Epidemiologie, Prävention und Arzneimittelrisikoforschung ab. Die Professoren und auch wissenschaftliche Mitarbeiter lehren an der Universität Bremen. Das Budget umfasst knapp 9 Mio. €, darin sind 3,5 Mio. € Projekt bezogene Drittmittel enthalten.

Auf dem Weg in die Leibniz­-Gemeinschaft, deren assoziiertes Mitglied es seit Ende 2008 ist, wurde das Institut zum 1. Januar 2012 aus der Universität Bremen ausgegliedert. Seither ist das BIPS eine gemeinnützige GmbH, deren Gesellschafter der Verein zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung in der Freien Hansestadt Bremen e.V. ist.

Die Leibniz­-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Neben dem Leibniz­-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) und dem Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven ist das BIPS das dritte Leibniz-­Institut im Land Bremen. Die Leibniz­-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz­Gemeinschaft gemeinsam.

Kontakt:
Prof. Iris Pigeot
Institutsdirektorin
Tel.: 0421 218 56750
pigeot(at)bips.uni­-bremen.de