In Extremen leben – aus Extremen lernen

13. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie in Bremen vom 26. bis 28. September

Welche langfristigen gesundheitlichen Folgen hatte die Ölpest im Golf von Mexiko für die Menschen in der Region? Wie können Zwillinge bei der Erforschung von Suchterkrankungen helfen? Und welche Auswirkungen auf Körper und Geist hat ein Leben in der Obdachlosigkeit? Diese und andere gesundheitliche Fragen zum Leben unter extremen Bedingungen stehen im Fokus der 13. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGepi), zu der rund 350 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Bremen zusammenkommen. Gastgeber der Tagung sind das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen und das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS.

 

Interessierte Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich zu den Vorträgen der drei „Keynote Speaker“ der Konferenz eingeladen.

 

Bitte melden Sie sich dazu per Mail an unter:

presse(at)leibniz-bips.de

 

Folgende Keynote-Vorträge finden statt:

 

Mittwoch, 26.09.2018, 09:00 – 10:30 Uhr

Universität Bremen, Großer Hörsaal

Prof. Jaakko Kaprio, University of Helsinki, Finnland

Titel: Genetic epidemiology in a large population isolate

Jaakko Kaprio ist Experte auf dem Gebiet der Zwillingsforschung. Ein Fokus seiner Arbeit liegt auf der Erforschung von Suchterkrankungen und der Frage, wie stark dabei zum einen genetische Ursachen und zum anderen Umwelteinflüsse eine Rolle spielen.

 

Donnerstag, 27.09.2018, 09:30 – 10:30 Uhr

Universität Bremen, Großer Hörsaal

Dr. Larry Engel, University of North Carolina, Chapel Hill, USA

Titel: The Gulf Long-term Follow-up Study (GuLF STUDY): Design and Findings to Date

Larry Engel erforscht Risikofaktoren für Krebs und neurologische Erkrankungen – vor allem dabei im Zusammenhang mit Umweltkatastrophen, organischen Schadstoffen, Luftschadstoffen und Pestiziden. Im Rahmen der GuLF Studie widmet er sich den gesundheitlichen Auswirkungen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko 2010 – eine Folge der Explosion der Bohrplattform „Deepwater Horizon“.

 

Freitag, 28.09.2018, 12:30 – 14:00 Uhr

Universität Bremen, Großer Hörsaal

Dr. Sandra Feodor Nilsson, Copenhagen University Hospital, Dänemark

Titel: At the extreme end of social marginalisation: Epidemiological research of homelessness in high-income countries from a public health perspective

Sandra Feodor Nilsson befasst sich schwerpunktmäßig mit Obdachlosigkeit und den damit verbundenen Risiken für körperliche und psychische Erkrankungen.

 

Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit für Interviews mit den Vortragenden.

 

Das vollständige Programm und weitere Informationen zur Tagung finden Sie unter:

www.dgepi2018.de

 

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Das BIPS – Gesundheitsforschung im Dienste des Menschen

Die Bevölkerung steht im Zentrum unserer Forschung. Als epidemiologisches Forschungsinstitut sehen wir unsere Aufgabe darin, Ursachen für Gesundheitsstörungen zu erkennen und neue Konzepte zur Vorbeugung von Krankheiten zu entwickeln. Unsere Forschung liefert Grundlagen für gesellschaftliche Entscheidungen. Sie klärt die Bevölkerung über Gesundheitsrisiken auf und trägt zu einer gesunden Lebensumwelt bei.

Das BIPS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, zu der 93 selbstständige Forschungseinrichtungen gehören. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro.