Soziale Ungleichheit in der Krebsversorgung. Eine Mixed-Methods Studie basierend auf Primär- und Sekundärdaten
Beschreibung
- Lungenkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen und betrifft in besonderem Maße Menschen, die von Armut und geringer Bildung betroffen sind. Es erkranken oftmals auch Menschen, die noch im Erwerbsleben stehen – mit entsprechenden beruflichen und finanziellen Folgen. Zudem sind insbesondere für Lungenkrebs in den letzten Jahren einige neue Therapieansätze in die Praxis gelangt, für die sich die Frage stellt, inwieweit sie alle Patient:innengruppen in gleicher Weise erreichen. Deshalb ist die Diagnose Lungenkrebs besonders geeignet, um soziale Ungleichheiten im Zugang zu und in der Inanspruchnahme von Versorgungsangeboten zu untersuchen. Während es bereits einige Belege für eine erhöhte Sterblichkeit unter Lungenkrebspatient:innen gibt, die sich in benachteiligten Lebensverhältnissen befinden, ist noch weitgehend unklar, woran dies genau liegt. Hier setzt unser Projekt an: Gemeinsam mit Patient:innen und Angehörigen sowie Praxispartnern untersuchen wir mit verschiedenen methodischen Ansätzen die Gründe und das Ausmaß von Zugangsbarrieren und Problemen in der onkologischen Versorgung für diese Gruppe.
Das Projekt folgt einem Mixed-Methods Studiendesign. Es werden qualitative Interviews mit Lungenkrebspatient:innen geführt, um die Erfahrungen der Betroffenen zu explorieren und Krankenkassendaten ausgewertet, um die Unterschiede der Inanspruchnahme der Versorgung zu quantifizieren. Begleitet wird das Projekt von einem Gremium aus Patient:innen und Stakeholdern.
Insgesamt wird das Projekt so daten- und erfahrungsbasierte Empfehlungen formulieren können und zu einer verbesserten Versorgung von Lungenkrebspatient:innen un benachteiligten Lebenslagen beitragen.
Förderzeitraum
- Beginn: September 2026
Ende: August 2029
Förderer
- Deutsche Krebshilfe