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Transfer

Das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS hat eine umfassende Transferstrategie entwickelt, um sicherzustellen, dass die Forschungsergebnisse eine möglichst große Öffentlichkeit erreichen. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen in die Praxis gelangen und letztlich einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben. Die Transferstrategie des BIPS ist eng mit seiner Forschungsstrategie verknüpft und basiert auf dem Transferleitbild der Leibniz-Gemeinschaft. Um den Erfolg dieser Strategie zu messen, stützt sich das BIPS auf quantitative und qualitative Indikatoren.

Das BIPS deckt den gesamten Zyklus der epidemiologischen Forschung ab, von der Entwicklung von Forschungsmethoden und der Identifizierung von Krankheitsursachen bis hin zur Interventions- und Implementierungsforschung. Für das BIPS sind Forschung und Transfer eng miteinander verbunden, und der Wissenstransfer ist ein integraler Bestandteil der Mission des Instituts.

Die zentrale Frage, die den Wissenstransfer des Instituts leitet, lautet: Was hält Menschen gesund und schützt sie vor Krankheiten? Um der wachsenden Bedeutung des Wissenstransfers stärker Rechnung zu tragen, hat das BIPS ein eigenes Team für Transfer- und Kommunikation geschaffen, um dort alle entsprechenden Aktivitäten zu bündeln. Das Team berät und schult Forschende zum Thema Wissenstransfer, entwickelt eigene Formate und fördert die langfristige Transferstrategie.

Je nach der zu verbreitenden Botschaft oder den zu erreichenden Transferzielen richtet sich das BIPS an unterschiedliche Zielgruppen: (1) Fachpublikum aus Epidemiologie, Public Health und Medizin, (2) Politik, Berufsverbände und Institutionen im Gesundheitswesen sowie (3) Medien und Öffentlichkeit.

Transfer in der Leibniz-Gemeinschaft

Das BIPS folgt der Transferdefinition der Leibniz-Gemeinschaft, die Transfer als Austausch zwischen Wissenschaft und nicht-akademischer Welt versteht. Es versteht erfolgreichen Wissenstransfer als zielgruppenspezifische und qualitätsgesicherte Übersetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse und umgekehrt als Integration gesellschaftlich generierter Fragestellungen in Forschungsprojekte. Der Transfer dient somit als Schnittstelle in beide Richtungen. Er verbindet gesellschaftliche Wissensbedürfnisse und vorhandenes Wissen in der Gesellschaft mit den Forschungsagenden der Leibniz-Einrichtungen und ermöglicht es Akteurinnen und Akteuren außerhalb der Wissenschaft, wissenschaftliche Erkenntnisse zu verstehen und anzuwenden. Zur Strukturierung der Transferaktivitäten hat die Leibniz-Gemeinschaft neun Transferpfade definiert, die von der Zusammenarbeit mit der Industrie bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit reichen.

I Transferaktivitäten

Im Folgenden werden die Transferaktivitäten des BIPS anhand der oben genannten Transferpfade beschrieben. Da die Leibniz-Gemeinschaft vielfältig ist und unabhängige Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Umweltwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Raumwissenschaften, Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften umfasst, passen nicht alle Transferpfade gleichermaßen gut zum Auftrag des BIPS.

Team Transfer & Kommunikation

Rasmus Cloes
Leitung Transfer und Kommunikation – Pressesprecher

Kontakt:
Tel: +49 (0)421 218-56780
Fax: +49 (0)421 218-56761

Email:  cloes(at)leibniz-bips.de


Teresa Alberts
Referentin für Wissenschaftskommunikation NFDI4Health

Email:  alberts(at)leibniz-bips.de


Sebastian Budde
Referent Digitale Medien

Email:  budde(at)leibniz-bips.de


Mario Vivone
Medieninformatiker/Digitale Medien

Email:  vivone(at)leibniz-bips.de


Ben Jurca
Grafiker/Kommunikationsdesigner

Email:  jurca(at)leibniz-bips.de

Transferpfad 1

Kooperation mit der Wirtschaft

Transferpfad 4

Standardisierung und Normung

Transferpfad 5

Transfer über Köpfe

Transferpfad 6

Infrastrukturdienstleistungen

Transferpfad 8

Aktive Bürgerbeteiligung

Transferpfad 9

Öffentlichkeitsarbeit

Strategische Ausrichtung

Das BIPS konzentriert sich auf jene Pfade, die am besten zu seiner Forschungsstrategie passen und die effizientesten sind, um seine Erkenntnisse in den Bereichen Epidemiologie und öffentliche Gesundheit aus der Forschung in die Gesellschaft zu übertragen. Es betrachtet die Transferpfade 4 zur Standardisierung und Normierung, 5 zum Transfer über Meinungsführerinnen und Meinungsführer, 6 zu Infrastrukturdienstleistungen und 7-9 zur Wissenschaftskommunikation als besonders relevant für die Erfüllung seiner Mission. In den letzten Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass insbesondere der Transferpfad 7 (politische Beratung), unterstützt durch den Pfad 9 (Öffentlichkeitsarbeit), sehr effizient ist, um BIPS-Themen in die öffentliche Debatte und in politische Entscheidungsprozesse einzubringen. Aus diesem Grund wird die politische Beratung derzeit weiter ausgebaut. Dies spiegelt die Erkenntnis wider, dass die Umwelt- und Rahmenbedingungen für einen gesunden Lebensstil besonders wichtig sind.

Zur Stärkung der Transferqualität hat das BIPS 2025 ein strukturiertes Austauschverfahren etabliert: In regelmäßigen (zumindest jährlich) stattfindenden Transfergesprächen zwischen den Abteilungsleitungen und der Teamleitung Transfer und Kommunikation werden strategische Ansätze für den Wissenstransfer identifiziert und weiterentwickelt. Ziel dieser Gespräche ist es, die Abteilungsleitungen einerseits hinsichtlich institutsweiter Transferprioritäten zu beraten, andererseits aber auch deren eigene Vorstellungen und Schwerpunktsetzungen aufzunehmen. Grundlegend sollen die Gespräche dazu beitragen, das gemeinsame Verständnis von Transfer und seine Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit des BIPS zu etablieren.

II Wirkungsanalyse

Wie lässt sich die Wirkung von Transfer messen?

Es gibt zunehmend Forderungen, die Wirkung von Forschungs- und Transferaktivitäten zu messen. Folglich sind Forschungsinstitute aufgefordert, eine Reihe von Indikatoren zur Bewertung der verschiedenen Transferaktivitäten zu entwickeln und Strukturen zur Erfassung dieser Aktivitäten aufzubauen (wie z. B. vorgeschlagen vom EU Results Framework).

Um die Wirkung von Transferaktivitäten zu messen, wird üblicherweise ein Ansatz in Betracht gezogen, der quantitative und qualitative Methoden kombiniert. Der quantitative Bereich wird in der Regel in input- und outputbezogene Indikatoren unterteilt. In diesem Zusammenhang umfassen inputbezogene Indikatoren die für Transferaktivitäten zur Verfügung gestellten Ressourcen, wie z. B. Mitarbeitende, die zu Transferaktivitäten beitragen, oder technische Hilfsmittel. Outputbezogene Indikatoren umfassen Indikatoren zur politischen und gesellschaftlichen Beratung (Anzahl der Stellungnahmen, Gutachten, Positionspapiere, Mitgliedschaften in nationalen und internationalen Beratungsgremien) oder zur Präsenz in sozialen Medien sowie die Anzahl der organisierten Veranstaltungen (z. B. Stakeholder- und andere Transfer-Workshops) oder veröffentlichten Pressemitteilungen. BIPS berichtet seit langem über diese quantitativen Indikatoren für seine Transferaktivitäten, hauptsächlich über den deutschen Pakt für Forschung und Innovation. Dieses System hat sich mit seinen quantitativen Kennzahlen bewährt und wird daher auch in Zukunft fortgesetzt.

Das BIPS ergänzt die quantitativen Indikatoren durch eine qualitative Darstellung der Wirkungen. Zu diesem Zweck werden sogenannte Impact Case Studies verwendet, um den gesellschaftlichen Nutzen und die Auswirkungen der Transferaktivitäten und der zugrunde liegenden Forschung zu beschreiben. Die Impact Case Studies veranschaulichen anhand ausgewählter Projekte oder Initiativen die positiven Veränderungen oder den Mehrwert, die sich aus der Arbeit des Instituts ergeben haben. Sie werden als kurze, zusammenfassende Berichte in den Forschungsbericht des Instituts integriert und folgen in ihrer Struktur den Richtlinien des Research Excellence Framework.

Ansprechpartner:Rasmus Cloes, Hajo Zeeb