Einzelansicht

Projektbezogener Personenaustausch mit Australien: Verfahren zur Expositionsabschätzung in der Arbeitsepidemiologie

Beschreibung

Das Projekt richtet sich auf einen projektbezogenen Austausch zwischen dem BIPS und dem Western Australian Institute for Medical Research. Im Rahmen des Go8 Programms des DAAD wird der internationale Wissenstransfer im Bereich der Quantifizierung arbeitsplatzbezogener Expositionen zwischen der Universität Bremen und der University of Western Australia in Perth etabliert.

Die australischen Partner in diesem Projekt haben eine innovative Webplattform entwickelt (OccIDEAS), welche die Abschätzung arbeitsplatzbezogener physikalischer oder chemischer Expositionen unterstützt. Die Plattform basiert auf der Methode von Simiatycki, welche von den Antrag stellenden Institutionen in der Vergangenheit regelmäßig zur Expositionsabschätzung in epidemiologischen Studien verwendet wurde.
OccIDEAS (www.occideas.com) liefert eine Struktur für den Expositionsab-schätzungsprozess. Innerhalb der Plattform wird eine Serie von jobspezifischen Modulen eingesetzt, die detaillierte Fragen zu bestimmten Berufen (z. B. Schreiner, Stahlarbeiter) mit einem modular aufgebauten Fragensatz von berufsspezifischen Expositionen kombiniert. Dabei werden obligatorisch detaillierte Zusatzfragen zu anderen Expositionen wie z. B. gegenüber Lösungsmitteln getriggert, wenn ein Schreiner beispielsweise die Anfertigung von Schrankmöbeln bejaht hat.
Das Antrag stellende deutsche Zentrum hat umfangreiche Erfahrung bei der Quantifizierung von Expositionen gegenüber endokrinen Disruptoren (EDC) und Erfassung von Expositionen innerhalb der Kfz-Industrie. Für dieses Projekt soll das deutsche Zentrum seine Erfahrungen hinsichtlich von Berufen mit potentieller EDC-Exposition (wie z. B. bei Kosmetikern, Landwirten) in OccIDEAS einbringen und darüber hinaus die Webplattform um spezifische Module zur Exposition in der Kfz-Industrie ergänzen.
Das Projekt kombiniert die australische Expertise bei der automatischen Expositionsklassifizierung und die detaillierten deutschen Kenntnisse zu chemischen Expositionen und Expositionen in bestimmten Industriezweigen. Die Neuentwicklung von jobspezifischen Modulen in der Autoindustrie würde das Industriespektrum von OccIDEAS um diesen Industriezweig erweitern und somit eine genauere Abschätzung beruflicher Expositionen in deutschen und internationalen epidemiologischen Studien ermöglichen.

Förderzeitraum

Beginn:   Januar 2010
Ende:   Dezember 2010

Förderer

  • Deutscher akademischer Austauschdienst (DAAD)
  • The Group of Eight Ltd, ACT Australia

Kontaktperson

Dr. rer. nat. Sabrina Hense

Kooperationspartner

  • Prof. Lin Fritschi (University of Western Australia, Perth/Australien)