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Studie zur Evaluation der Wirksamkeit einer internetbasierten Soziale Normen-Intervention zur Prävention und Reduktion von Substanzkonsum bei Studierenden in vier Regionen Deutschlands: INSIST

Beschreibung

Studierende überschätzen häufig den Substanzkonsum von Gleichaltrigen (engl. Peers). Diese Fehleinschätzung kann zu einem erhöhten persönlichen Konsum führen. Der Ansatz, die Fehleinschätzungen hinsichtlich des Substanzkonsums ihrer Peers zu korrigieren, hat sich bspw. in den USA insbesondere bei Studierenden mit Hochrisikokonsum als Erfolg versprechende Suchtpräventionsstrategie erwiesen. In Deutschland wurde dieser Ansatz erstmals im Rahmen einer europäischen Studie in sieben EU-Ländern auf seine Machbarkeit getestet. In dieser Machbarkeitsstudie wurde eine internet-basierte ,Soziale Normen'-Intervention für Studierende entwickelt, in der durch geschlechtsspezifisches korrektives Feedback über den tatsächlichen Substanzkonsum der Peers aufgeklärt wurde. In der INSIST Studie wurde diese Intervention an mehreren deutschen Hochschulen eingesetzt und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Das Ziel lag in der Reduktion des legalen und der Prävention des illegalen Substanzkonsums von Studierenden. Basis war ein internetbasierter Fragebogen für Studierende zum eigenen Substanzkonsum und der Einschätzung des Peerkonsums. Die Angaben wurden für die Entwicklung eines korrektiven Feedbacks genutzt, in dem auf der Projektwebseite über eventuelle Fehleinschätzungen des Substanzkonsums von Peers aufgeklärt wurden. Änderungen im Verhalten wurden durch eine Follow-up-Erhebung 5 Monate nach Baseline ermittelt. Deutschlandweit wurden an acht Hochschulen Studierende aller Fachsemester rekrutiert, mit jeweils vier Interventions- und Kontrollhochschulen, welche die Intervention nach Abschluss der Erhebung erhielten (N pro Gruppe=600).

Förderzeitraum

Beginn:   April 2013
Ende:   Mai 2016

Förderer

  • Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Kontaktperson

PD Dr. phil. Claudia Pischke

Kooperationspartner

  • Dr. Bridgette Bewick (University of Leeds, United Kingdom)
  • Prof. Stefan Görres (Institut für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen)
  • Prof. Andrea Icks (Universität Düsseldorf)
  • Prof. Alexander Krämer (Universität Bielefeld)
  • Dr. John McAlaney (University of Bradford, United Kingdom)
  • Prof. Rafael Mikolajczyk (Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig)
  • Prof. Ralf Reintjes (HAW Hamburg)
  • Prof. Sven Schneider (Universität Mannheim/ Heidelberg)
  • Prof. Andreas Seidler (TU Dresden)
  • Prof. Andreas Stang (Institut für Klinische Epidemiologie Halle/ Universitätsklinikum Halle)
  • Prof. Guido van Hal (University of Antwerp, Belgium)
  • Prof Ulla Walter (Medizinische Hochschule Hannover, Abt. für päd. Nieren- Leber- und Stoffwechselerkrankungen)