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Aufbau internationaler Kooperationen zum Thema "Strahlenwirkungen auf die Allgemeinbevölkerung und Risikokommunikation" (Workshop Nagasaki-Bremen)

Beschreibung

Das Ziel dieser gemeinsamen, bilateralen Fördermaßnahme durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Japanese Society for the Promotion of Science (JSPS) ist die Evaluierung der Machbarkeit von Fall-Kontroll-Studien zu Krebs im Kindesalter und der Strahlenexposition durch Computertomographie (CT)-Untersuchungen in Japan und Deutschland. Die wissenschaftliche Fragestellung ergibt sich direkt aus den vieldiskutierten Limitationen der kürzlich publizierten Kohorten-Studien zum Thema Computertomographien und Kinderkrebs, zu denen das BIPS gemeinsam mit dem IMBEI der Universitätsmedizin Mainz Ergebnisse der deutschen Kohortenstudie kürzlich veröffentlicht hat.

Gemeinsame Workshops werden in Deutschland und Japan abgehalten, mit dem Ziel im Rahmen der Fördermaßnahme einen bilateralen Forschungsantrag bei der DFG und der JSPS vorzubereiten.

Ergebnisse:
Das erste Treffen mit insgesamt 17 Teilnehmern (8 Personen aus Japan) fand am 15. und 16. Oktober 2015 am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in Bremen statt. Das zweite Treffen erfolgte am 16. und 17. März 2016 in Nagasaki, Japan, mit 20 Teilnehmern (5 Personen aus Deutschland). Die Teilnehmer bildeten unterschiedlichste Fachgebiete ab von der Strahlenepidemiologie, über die Medizinphysik bis hin zur (Kinder-) Radiologie und Strahlenbiologie.

Ein Studienprotokoll für eine Fall-Kontrollstudie zum Thema Kinderkrebsrisiko nach medizinischer Strahlenexposition durch Computer-Tomographieuntersuchungen wurde im Rahmen der abgehaltenen Workshops erstellt. Auf dieser Basis dauern die gegenwärtigen Bestrebungen insbesondere auf japanischer Seite an Fördermöglichkeiten im japanischen Kontext zu eruieren und weitere potentielle Kooperationspartner einzubinden.

Ferner konnte über einen am National Ceenter for Children‘s Health and Development (NCCHD)ansässigen Projektpartner Kontakt zu den verantwortlichen Wissenschaftlern der größten japanischen Geburtskohorte (Japanese Environment and Childrens’s Study, JECS) hergestellt werden. Im Zuge der Diskussionen vor Ort sowie im weiteren Email-Austausch wurde eruiert, inwiefern Fragen zu medizinischer Strahlenexposition in den Hauptfragebogen der Kohorte eingebunden werden können. Als Erfolg ist zu verzeichnen, dass die eingebrachten Fragen die verantwortlichen JECS Gremien passiert haben und zurzeit pilotiert werden, um die allgemeine Machbarkeit der Einbindung in den Hauptfragebogen zu evaluieren.

Förderzeitraum

Beginn:   April 2015
Ende:   März 2016

Förderer

  • Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Kontaktperson

 Steffen Dreger

Kooperationspartner

  • Prof. Maria Blettner (IMBEI, Universitätsmedizin Mainz)
  • Prof. Takashi Kudo (Atomic Bomb Disease Institute, Nagasaki University, Nagasaki, Japan)
  • Prof. Noboru Takamura (Atomic Bomb Disease Institute, Nagasaki University, Japan)