Einzelansicht

Untersuchungen zur Arzneimitteltherapiesicherheit in der Schwangerschaft basierend auf Routinedaten in Deutschland

Beschreibung

Untersuchungen zur Arzneimitteltherapiesicherheit in der Schwangerschaft basierend auf Routinedaten in Deutschland

Auch Schwangere müssen mit Arzneimitteln versorgt werden, wenn unbehandelte Erkrankungen die werdende Mutter oder das ungeborene Kind gefährden können. Jedoch sind die möglichen Konsequenzen einer Arzneimitteleinnahme während der Schwangerschaft mit einer großen Unsicherheit verbunden. Dies ist besonders bei neueren Wirkstoffen der Fall, aber auch zu gängigen Arzneimitteln gibt es viele offene Fragen. Oft mangelt es an Studien, die das Risiko der Arzneimitteleinnahme in der Schwangerschaft beurteilen können.
Ziel des Projektes ist es, die Sicherheit der Arzneimitteltherapie während der Schwangerschaft basierend auf Versichertendaten zu untersuchen. Experten aus dem klinischen, epidemiologischen und statistischen Bereich arbeiten dazu in einem Forschungsverbund eng zusammen, um ihre Kompetenzen zu bündeln. Zunächst entwickelt der Verbund geeignete wissenschaftliche Methoden, um Versichertendaten für entsprechende Fragestellungen zu nutzen. Dabei geht es beispielsweise darum, den Schwangerschaftsbeginn, die Dauer der Einnahme von Arzneimitteln sowie das Vorliegen von Gesundheitsstörungen bei Neugeborenen anhand der Versichertendaten möglichst genau abschätzen zu können. In ersten Pilot-Auswertungen wird die Methodik anschließend für bestimmte Arzneistoffgruppen exemplarisch angewendet, auf Konsistenz und Plausibilität überprüft und bei Bedarf optimiert.
Im Erfolgsfall können die Resultate dazu beitragen, Gesundheitsschäden bei Kindern zu vermeiden sowie – falls sich vermeintliche Risiken nicht bestätigen – das unnötige Absetzen notwendiger Medikamente zu verhindern. Auch aus gesundheitsökonomischer Sicht kommt der Minimierung von Risiken für Mutter und Kind eine große Bedeutung zu.

Förderzeitraum

Beginn:   Februar 2017
Ende:   Januar 2020

Förderer

  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)

Kontaktperson

Prof. Dr. sc. hum. Ulrike Haug

Links

Poster: “Prescribing valproate to girls and women of childbearing age in Germany: Analysis of trends based on claims data” (Jahrestagung 2018 der International Society for Pharmacoepidemiology (ISPE))

Poster: “Information on the expected delivery date in German claims data: Assessing its potential to estimate the beginning of pregnancy” (Jahrestagung der International Society for Pharmacoepidemiology (ISPE))