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Increased competencies for nutrition in Zanzibari health care

Beschreibung

Unzureichende Nahrungssicherheit und eine ungesunde Ernährung sind nach wie vor ein großes Public Health Problem der sansibarischen Bevölkerung: wie andere Entwicklungsländer, durchläuft Sansibar eine gleichzeitige Doppelbelastung von Unterernährung und Überernährung mit schnell wachsenden Zahlen von nichtübertragbaren Krankheiten und den damit verbundenen Belastungen der Bevölkerung und des Gesundheitssystems.

Aktuelle Untersuchungen in Zusammenarbeit mit den Partnern des BIPS, der Universität Bremen (UB) und der State University Zanzibar (SUZA) belegen, dass Übergewicht und Adipositas Risikofaktoren für metabolische Folgeerkrankungen der Bevölkerung Sansibars sind (siehe SUTAS Graduiertenschule; https://www.bips-institut.de/forschung/projekte/einzelansicht.html?projID=500). Die Ergebnisse legen eine Forderung nach frühen gesundheitsfördernden Strategien für diese Bevölkerungsgruppe nahe.

Das MENTION Projekt befasst sich mit wichtigen langfristigen Zielen des DAAD PAGEL Programms. Aufgrund der dringenden Notwendigkeit, die Ernährungslehre in den Fokus der medizinischen Versorgung (auf allen Ebenen) zu rücken, erarbeiten die Partner folgende Strategien, um die Ernährungsausbildung in den Lehrplan der Ärztinnen und Ärzte zu integrieren und eine Fortbildung für Akteure des sansibarischen Gesundheitssystems hinsichtlich Ernährung zu realisieren.

- Neuartige Ausbildungsstrategien werden in der medizinischen Ausbildung etabliert. Diese ermöglichen es den aktuellen und zukünftigen Gesundheitsberufen (praktizierende Ärzte, medizinische Auszubildende, medizinische Assistenten, etc.), eine Ernährungskompetenz zu entwickeln, um proaktiv Patienten beraten und Selbstfürsorge vermitteln zu können.

- Experten, Berater und Regierungsmitgliedern mit bestehender medizinischer Expertise wird Public Health relevantes Ernährungswissen vermittelt. Der Regierung wird es somit ermöglicht, durch zukünftige Präventionsprogramme ernährungsbedingten Erkrankungen in der Bevölkerung entgegenwirken und diese vermeiden.

- Zusätzlich dienen die in (zu Ausbildungszwecken eingebetteten) Forschungsstudien erhobenen Ernährungs- und Gesundheitsdaten dem Gesundheitssystem und der Gesundheitsforschung.

Förderzeitraum

Beginn:   März 2018
Ende:   Dezember 2021

Förderer

  • Deutscher akademischer Austauschdienst (DAAD)

Kontaktperson

Dr. oec. troph. Antje Hebestreit

Antragstellung (national)

Universität Bremen