Leitbild

Wir untersuchen Ursachen von Gesundheit und Krankheit und entwickeln wirksame Strategien zur Prävention chronischer, nichtübertragbarer Erkrankungen. Wir arbeiten in interdisziplinären Teams von wissenschaftlichen und wissenschaftsstützenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ein breites Fach- und Methodenspektrum unter anderem aus Epidemiologie, Biostatistik, Medizin, Naturwissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften abdecken. Dabei sind wir den Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis1 verpflichtet und handeln jederzeit in Achtung der Würde und Integrität unserer Mitmenschen.

Wir bekennen uns ausdrücklich zu den Grundwerten der Leibniz-Gemeinschaft. In unserer Arbeitsweise steht wissenschaftliche Exzellenz an oberster Stelle. Dazu trägt eine kritische und zugleich konstruktive Diskussionskultur bei. Wir respektieren unterschiedliche Perspektiven und fördern aktiv die Vielfalt von Menschen und Ideen. Dabei sind für uns auch Geschlechtergerechtigkeit und die aktive Förderung beruflicher Entwicklungsmöglichkeiten entscheidende Voraussetzungen für herausragende Forschungsleistungen. Transparente Entscheidungsprozesse und ethisches Handeln bilden das Fundament unserer Zusammenarbeit.

Eine besondere Bedeutung messen wir der Freiheit und Unabhängigkeit der Forschung bei. Freie und unabhängige Forschung trägt dazu bei, gesellschaftliche und politische Herausforderungen effektiv zu adressieren und Lösungen zu entwickeln, die nachhaltig wirken. Diese Freiheit verpflichtet uns zugleich zu Verantwortung und Integrität: Wir schützen unsere Forschung vor äußeren Einflüssen und handeln stets im Interesse des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns und gesellschaftlicher Relevanz. Auch sind wir den Nachhaltigkeitszielen der UN verpflichtet.

Diese Prinzipien bilden die Grundlage für unsere Forschung, die Ursachen- und Präventionsforschung als elementare Bestandteile von Public Health begreift und klare Bezüge zu politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen aufweist. Wir sind uns der methodischen und ethischen Verpflichtungen bewusst, die aus unserem umfassenden Verständnis von Public Health resultieren. Wir nehmen diese Verantwortung untereinander und gegenüber Kooperationspartnern, Studierenden und allen Menschen wahr, die an unseren Studien und Projekten beteiligt sind. Wir pflegen einen offenen Umgang, der von Respekt, Akzeptanz und Integration geprägt ist.

Der Datenschutz hat für die Forschung am BIPS oberste Priorität in den zahlreichen Studien, die wir mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Bevölkerung durchführen. Gemeinsam mit unserem betrieblichen Datenschutzbeauftragten, der datenschutz nord GmbH, wurde ein allgemeines Datenschutzkonzept für das BIPS erarbeitet, das die Grundlagen für eine sichere Datenhaltung und -verarbeitung festlegt. Die datenschutz nord GmbH berät uns darüber hinaus fachkundig in allen Fragen des Datenschutzes und prüft die projektbezogenen Datenschutzkonzepte, über deren Einhaltung der Bremer Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit wacht. Zusätzlich ziehen wir bei wichtigen Problemstellungen den Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit sowie die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) zu Rate. Für den Umgang mit Interessenkonflikten in der Forschung hat das BIPS Grundlagen erarbeitet, die in einem Policy Statement dargelegt sind.

1  Zum Beispiel: Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Gute Epidemiologische Praxis (GEP), Gute Praxis Sekundärdatenanalyse (GPS) und Gute Pharmakoepidemiologische Praxis (GPP) der International Society for Pharmacoepidemiology (ISPE)