Geburtskohorte: Struktur und ausgewählte Ergebnisse der Ulmer Studien
Birth cohort studies in Ulm: structure and selected findings
Rothenbacher erläuterte, dass die erste Studie 1999/2000 initiiert wurde und 1.066 Mütter sowie ihre Neugeborenen einschloss. Die Datenerhebung umfasste standardisierte Interviews während des Krankenhausaufenthalts nach der Geburt sowie die Sammlung biologischer Proben, darunter Blut- und Serumproben, DNA, Speichel, Stuhlproben und Muttermilch zu mehreren Zeitpunkten nach der Geburt.
Die zweite Kohortenstudie, die Ulm SPATZ Health Study, wurde 2012 gestartet und schloss rund 1.000 Neugeborene und ihre Familien ein. Während die Studiendesigns vergleichbar sind, liegt ein stärkerer Fokus auf psychosozialen Belastungen und Stress. Zusätzlich wurde eine Biobank aufgebaut, die langfristige Analysen ermöglicht.
Die Auswertung der beiden Kohorten – sowohl getrennt als auch kombiniert – hat zu mehr als 70 begutachteten wissenschaftlichen Publikationen in unterschiedlichen Forschungsfeldern geführt. Der Vortrag gab einen Überblick über zentrale Ergebnisse und zog Bilanz zu bisherigen Erfahrungen aus den Studien.
Dietrich Rothenbacher ist Direktor des Instituts für Epidemiologie und Medizinische Biometrie an der Universität Ulm.
Der komplette Vortrag findet sich hier.