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BIPS-Institutsseminar: Frühe Lebensphasen und Krebsrisiken im späteren Leben

Beim BIPS-Institutsseminar am 25. Juni 2025 besprach Edward Giovannucci die Frage, wie Einflüsse in Kindheit, Jugend und frühem Erwachsenenalter das Krebsrisiko in mittleren bis späten Lebensjahren prägen können. Im Mittelpunkt stand die wachsende Evidenz, dass frühe Lebensphasen sensible Zeitfenster für die spätere Krebsanfälligkeit darstellen.

Grafik zum BIPS-Institutsseminar mit dem Titel „Frühe Lebensphasen und Krebsrisiken im späteren Leben“. Links ein blauer Hintergrund mit dem BIPS-Leibniz-Logo und dem Seminartitel in weißer Schrift, rechts ein vergrößerter Buchausschnitt, in dem das Wort „Cancer“ pink markiert ist.

Der Vortrag ordnete Krebsentstehung als mehrstufigen Prozess ein, der sich über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte erstrecken kann. Vor diesem Hintergrund wurde erläutert, dass Risikofaktoren oder schützende Einflüsse lange vor einer Krebsdiagnose wirksam sein können. Für bestimmte Organe könne die Anfälligkeit für krebsauslösende Prozesse insbesondere während der Kindheit oder Jugend erhöht sein.

Zusammengefasst wurden aktuelle Erkenntnisse, die darauf hindeuten, dass Expositionen in frühen Lebensphasen das Krebsrisiko im Erwachsenenalter beeinflussen können. Diese Befunde unterstreichen die Bedeutung früher Lebensabschnitte für das Verständnis langfristiger Krankheitsentwicklungen und für präventive Ansätze.

Edward Giovannucci ist Professor für Ernährung und Epidemiologie an der Harvard T.H. Chan School of Public Health.