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WHO-Forum der Collaborating Centres: BIPS beteiligt sich an erstem globalen Treffen in Lyon

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in Lyon erstmals ein Global Forum ihrer WHO Collaborating Centres veranstaltet. Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 800 wissenschaftlichen Einrichtungen aus über 80 Ländern kamen zusammen, um über aktuelle Herausforderungen der globalen Gesundheit und die zukünftige Zusammenarbeit in Forschung und Public Health zu beraten.

Menschenmenge sitzt in großem Raum.

Das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS nahm als WHO Collaborating Centre for Obesity Prevention, Nutrition and Physical Activity an dem Forum teil. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Fragen der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit, die Stärkung evidenzbasierter Gesundheitspolitik sowie neue Ansätze zur Vorbereitung auf zukünftige Gesundheitskrisen.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bezeichnete das Netzwerk der Collaborating Centres als eine zentrale, bislang nicht ausreichend genutzte Ressource für die globale Gesundheit. Die Einrichtungen unterstützten die WHO dabei, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen zur Stärkung von Gesundheitssystemen und zum Schutz der Bevölkerung zu übersetzen.

Das Forum fand im Rahmen der WHO-Kampagne zum Weltgesundheitstag 2026 unter dem Motto „Together for health. Stand with science.“ statt. Die WHO kündigte an, das nächste Global Forum im Jahr 2027 auszurichten.

Das BIPS als WHO Collaborating Centre

Das BIPS ist seit 2016 WHO Collaborating Centre for Obesity Prevention, Nutrition and Physical Activity. Die Kooperation konzentriert sich insbesondere auf die Prävention von Übergewicht und Adipositas im Kindesalter sowie auf die Themen Ernährung und körperliche Aktivität.

Im Rahmen der Zusammenarbeit beteiligt sich das BIPS unter anderem an der Childhood Obesity Surveillance Initiative (COSI) der WHO-Region Europa. Dabei werden standardisierte Daten zu Körpergewicht und Körpergröße von Kindern erhoben, um die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas besser beobachten und vergleichen zu können. Das BIPS führt COSI im Bundesland Bremen durch und trägt damit als einzige Einrichtung in Deutschland Daten zur europäischen WHO-Studie bei.

Darüber hinaus unterstützt das BIPS die WHO bei der Analyse von Daten zu körperlicher Aktivität und Adipositas im Kindesalter sowie bei der Entwicklung von Erhebungsmethoden und Surveillance-Instrumenten. Weitere Schwerpunkte sind die Nutzung von Geodaten in der Gesundheitsforschung, die Entwicklung von Trainingsangeboten zu nichtübertragbaren Erkrankungen (NCDs) und die internationale Harmonisierung von Public-Health-Daten im Bereich Ernährung, Bewegung und Adipositasprävention.