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Umgang mit Süßigkeiten in der Kita und zu Hause

Liebe Leserinnen und Leser des BIPS-Newsletters,

viele Kinder verbringen einen Großteil ihres Tages in der Kita. Zwischendurch mal ein Bonbon zur Belohnung oder ein paar Gummibärchen am Nachmittag finden fast alle Kinder klasse. Ebenso gern haben sie etwas Süßes in der Frühstücksbox. Andererseits ist ein gesundes Verhältnis zu Süßigkeiten wichtig, denn ein Zuviel kann bereits im Kindesalter Übergewicht fördern und Karies begünstigen. Außerdem werden in den ersten Lebensjahren die Weichen für das spätere Ernährungsverhalten gelegt.

bunte Süßigkeiten

Zuckerfreie Kita? Ein generelles Verbot von Süßigkeiten - auch in der Kita - ist weder notwendig noch unbedingt sinnvoll, schließlich hat Verbotenes einen besonders großen Reiz. Aber vielleicht können alle gemeinsam, also Eltern, Erzieher*innen und Kinder, einen maßvollen Umgang mit den süßen Verführern finden.

Tipps für den Umgang mit Süßem

Gehen Sie als Eltern oder Erzieher*in mit gutem Vorbild voran und essen Sie möglichst wenig Süßes vor den Kindern, denn Kinder lernen in erster Linie durch Nachahmung.

Ein Stück Schokolade, wenn das Knie blutet oder ein Keks, wenn Mama oder Papa später zum Abholen in die Kita kommen – besser nicht. An Süßes als Trostpflaster oder als Belohnung für gute Leistungen gewöhnen Kinder sich schnell und lernen, Süßigkeiten eine positive Bedeutung zuzuschreiben. Schenken Sie Nähe, Aufmerksamkeit und Zuspruch in solchen Situationen.

Auch auf alltägliche Naschereien wie z. B. immer nach dem Spiel draußen in der Kita oder abends zu Hause vor dem Fernseher oder auf Bonbons und Schokoriegel in der Frühstücksdose sollte besser verzichtet werden, denn daran gewöhnen sich Kinder schnell.

Vereinbaren Sie im Kita-Team klare und einheitliche Regeln, zu welchen Gelegenheiten es Süßigkeiten gibt und besprechen Sie diese mit den Eltern und den Kindern. Anlässe für Schokolade & Co. können z. B. Geburtstage, Ausflüge oder ein wöchentlicher „süßer Tag“ sein. So erfahren Kinder, dass Süßigkeiten etwas Besonderes sind und nicht zur normalen Ernährung gehören.

Frische Obststückchen oder leckere Beerenfrüchte schaffen auf natürliche Weise Süßgenuss und liefern gleichzeitig Vitamine und Mineralstoffe.

Das richtige Maß

Kinder sollten pro Tag nicht mehr als 25 g „freie Zucker“ verzehren. Das sind Zucker, die den Speisen zugesetzt werden oder natürlicherweise in Sirup, Honig, Fruchtsaftkonzentraten und Fruchtsäften vorkommen. Diese Menge steckt schon in 6 Bonbons, einem Glas Fruchtsaft (200 ml) oder einem Fruchtjoghurt à 150 g.

Tipp: Die tägliche Menge an Süßem passt in eine Kinderhand.

Kontakt:

Wiebke von Atens-Kahlenberg, atens(at)leibniz-bips.de

Brigitte Bücking, buecking(at)leibniz-bips.de

Larissa Bachmann, bachmannl@leibniz-bips.de

Text- und Bildquellen (aktualisiert 10/2023):

Dieser Artikel wurde ursprünglich für unseren Kita-Ernährungsnewsletter erstellt und hat sich bewährt – deshalb findet er sich nun auch online für alle zugänglich.