Wie wir mit VR unsere Gefühle zeigen können
Wie wir mit VR unsere Gefühle zeigen können (Dr. Nadine Wagener)
Nadine Wagener entwickelt VR-Anwendungen, in denen Nutzer:innen ihren eigenen "Happy Place" bauen: mit 3D-Objekten, Zeichnungen und Tieren gestalten sie eine Welt, die sie glücklich macht. Der Effekt reicht bis in den Alltag hinein – manche entdecken erst in der virtuellen Welt, was ihnen wirklich wichtig ist. Aus demselben Prinzip entsteht auch ein Werkzeug für Konflikte: Nutzer:innen bauen negative Emotionen als virtuelle Welt nach, etwa als Feuer, und lernen, sie über Techniken aus der Emotionsregulation wieder aufzulösen.
Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um die Kehrseite der Digitalisierung: problematisches Smartphoneverhalten. Wagener erklärt, warum der Begriff "Handysucht" wissenschaftlich noch nicht anerkannt ist, welche Warnsignale es trotzdem gibt und wie ein KI-gestützter Risk Score künftig zeigen könnte, wann genau unsere Nutzung kippt.
Dr. Nadine Wagener leitet die PPC-Gruppe (Personal Pervasive Computing) am OFFIS - Institut für Informatik in Oldenburg. Sie promovierte an derUniversität Bremenzum Einsatz von Virtual Reality für die seelische Gesundheit und forscht seit sieben Jahren im akademischen Bereich zur Schnittstelle von Alltagstechnologie, Wohlbefinden und Gesundheit.
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