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Jenseits von DNA-Schäden: Vielfältige zelluläre Reaktionen auf ionisierende Strahlung

Ionisierende Strahlung verursacht DNA-Schäden und aktiviert die DNA-Schadensantwort. Ihre biologischen Auswirkungen gehen jedoch über DNA-Schäden hinaus. In diesem Vortrag werden neuartige strahleninduzierte Mechanismen des Zelltods sowie ihre Bedeutung für die Tumorkontrolle und die Unterdrückung von Metastasen vorgestellt.

Mann bei vortrag hinter verwschwommener Glasscheibe.

Ionisierende Strahlung entfaltet ihre biologischen Wirkungen hauptsächlich durch DNA-Schäden, insbesondere durch DNA-Doppelstrangbrüche. Dadurch werden Reaktionen aktiviert, die DNA-Reparatur, Apoptose und zelluläre Seneszenz regulieren. Neuere Studien zeigen, dass strahleninduzierte Reaktionen auch reaktive Sauerstoffspezies, Lipidperoxidation, metabolische Umprogrammierung und die durch extrazelluläre Vesikel vermittelte Zellkommunikation umfassen.

Diese Reaktionen werden stark von der Strahlenqualität beeinflusst. Strahlung mit niedrigem LET verursacht eher räumlich verteilte DNA-Schäden, während Strahlung mit hohem LET zu gebündelten und komplexen Schäden führt, die schwieriger zu reparieren sind. Die Bestrahlung mit extrem hoher Dosisleistung (FLASH) sowie nicht-kanonische Formen des Zelltods wie die Ferroptose entwickeln sich zu vielversprechenden Ansätzen, um die Tumorkontrolle zu verbessern und die Toxizität für gesundes Gewebe zu reduzieren.

Der Vortrag von Dr. Kazumasa Minami gibt einen Überblick über die zellulären Reaktionen auf ionisierende Strahlung und konzentriert sich dabei auf DNA-Schadensantworten, Strahlenqualität sowie neuartige Mechanismen des Zelltods, der Invasion und der Unterdrückung von Metastasen.

Format: BIPS Institute Seminar
Datum & Uhrzeit: Donnerstag, 20. August 2026, 14:00–14:55 Uhr
Referent: Dr. Kazumasa Minami | University of Osaka
Sprache: Englisch
Anmeldung zur Teilnahme über Zoom: [hier]