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BIPS-Institutsseminar: Gemeinschaftsbasierte Beratung gegen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft

Auf dem BIPS-Institutsseminar stellte Petal Petersen Williams ein gemeindebasiertes Beratungsprogramm vor, das sich mit Alkoholkonsum während der Schwangerschaft in Südafrika befasst. Der Vortrag am 27. August 2025 konzentrierte sich auf CAP-Pre (Counseling for Alcohol Problems in Pregnancy) – eine Intervention, die auf evidenzbasierten psychotherapeutischen Ansätzen basiert und von geschulten Gemeindegesundheitshelfern durchgeführt wird.

Grafik zum BIPS-Institutsseminar mit blauem Hintergrund und BIPS-Leibniz-Logo links oben. Links steht der Text: „BIPS-Institutsseminar: Gemeinschaftsbasierte Beratung gegen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft“. Rechts ist der Oberkörper einer schwangeren Person zu sehen, die mit beiden Händen den Bauch hält und helle Kleidung trägt.

Ausgangspunkt ist die hohe Prävalenz des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft und die daraus resultierenden fetalen Alkoholspektrumstörungen, insbesondere in einkommensschwachen Regionen der Westkap-Provinz. Petersen Williams erklärte, wie CAP-Pre Hindernisse wie Stigmatisierung und eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung mit fünf strukturierten Beratungssitzungen, unterstützt durch ein kulturell angepasstes Arbeitsbuch, angeht. Das Programm wurde partizipativ entwickelt und integriert Elemente der motivierenden Gesprächsführung, der kognitiven Verhaltenstherapie und der Problemlösungstherapie.

Basierend auf Erfahrungen aus Pilotprojekten in Gemeinden rund um Kapstadt präsentierte sie erste Ergebnisse zur Durchführbarkeit und Akzeptanz des Programms sowie Aussichten für die Integration in bestehende Versorgungssysteme und die anschließende Skalierung. Auch die Voraussetzungen für eine nachhaltige Umsetzung im Gesundheitssystem wurden diskutiert.

Petal Petersen Williams ist außerordentliche Professorin am Institut für Globale Gesundheit der Universität Stellenbosch, Fachwissenschaftlerin am South African Medical Research Council und Forschungsstipendiatin an der University of York. Das Seminar wurde von Prof. Dr. Daniela Fuhr moderiert.