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Iris Pigeot erhält Auszeichnung der International Biometric Society

Prof. Dr. Iris Pigeot, Direktorin des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS, ist von der International Biometric Society (IBS) mit einem neu geschaffenen Preis ausgezeichnet worden. Die Fachgesellschaft würdigt damit die herausragende Arbeit, die Pigeot als Präsidentin für die IBS geleistet hat.

Freut sich über die Auszeichnung: Iris Pigeot (c) Matej Meza/Universität Bremen

Konkret heißt es auf der Auszeichnung, Pigeot werde für ihr langjähriges Engagement sowie für ihre Weisheit, Kreativität, Visionskraft und außergewöhnliche Führungsstärke als IBS-Präsidentin gewürdigt. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, denn sie zeigt mir, wie positiv meine intensive Arbeit für die IBS aufgenommen wurde“, sagt Iris Pigeot. „Besonders gefreut habe ich mich in dieser Zeit darüber, wie stark mich alle Mitglieder in meiner Arbeit unterstützt haben.“

Pigeot wurde 2022 von den IBS-Mitgliedern zur President-Elect gewählt und übte dieses Amt 2023 aus. Zum 1. Januar 2024 übernahm sie turnusgemäß für zwei Jahre das Amt der Präsidentin. Seit Anfang 2026 steht sie der IBS als Outgoing President vor. In ihrer Amtszeit hat sie sich insbesondere für die Aufnahme weiterer Regionen, insbesondere aus dem afrikanischen Raum, in die Fachgesellschaft eingesetzt, den Aufbau nachhaltiger Strukturen z.B. bei der Durchführung von Tagungen vorangebracht sowie für den Kulturwandel hin zu nachnutzbaren Forschungsdaten und einem fundierten Forschungsdatenmanagement geworben. Eine zentrale Aufgabe war zudem die Organisation der zweijährlichen Tagung der IBS, die dieses Jahr mit knapp 1.000 Teilnehmenden in Seoul, Südkorea, stattfand.

Die IBS (auf Deutsch: Internationale Biometrische Gesellschaft) ist eine internationale, akademische Fachgesellschaft. Sie widmet sich der Entwicklung und Anwendung statistischer und mathematischer Theorien und Methoden in den Biowissenschaften. Gegründet wurde die Gesellschaft 1947 in Massachusetts, USA.

Iris Pigeot

Iris Pigeot ist seit März 2004 Direktorin des BIPS. Seit August 2025 leitet sie dort die Abteilung „Forschungsdateninfrastrukturen und Data Science“, die aus der von ihr seit September 2001 geleiteten Abteilung „Biometrie und EDV“ hervorgegangen ist. Ebenfalls seit 2001 ist sie Professorin für Statistik mit dem Schwerpunkt Biometrie und Methoden der Epidemiologie an der Universität Bremen. Für ihre Verdienste in Wissenschaft und Lehre wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet: 2019 erhielt sie von der Universität Bremen einen Preis für herausragende Doktorandenbetreuung. Im Jahr 2020 verlieh ihr die Universität Rzeszów, Polen, die Große Medaille der Universität für ihre Verdienste um die wissenschaftliche und didaktische Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der medizinischen Fakultät. Mit der DAGStat-Medaille der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Statistik für ihre Verdienste um die Weiterentwicklung und Vermittlung der Statistik in Deutschland wurde sie 2025 ausgezeichnet.

Das BIPS – Gesundheitsforschung im Dienste des Menschen

Die Bevölkerung steht im Zentrum der Forschung des BIPS. Als epidemiologisches Forschungsinstitut sieht das BIPS seine Aufgabe darin, Ursachen für Gesundheitsstörungen zu erkennen und neue Konzepte zur Vorbeugung von Krankheiten zu entwickeln. Seine Forschung liefert Grundlagen für gesellschaftliche Entscheidungen, informiert die Bevölkerung über Gesundheitsrisiken und trägt zu einer gesunden Lebensumwelt bei.

Das BIPS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, zu der 96 selbstständige Forschungseinrichtungen gehören. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 20.000 Personen, darunter 10.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.