Gesundheitsinformationen: Kevin Dadaczynski über Informationsverhalten Jugendlicher im digitalen Zeitalter
Bei dem Vortrag mit dem Titel „From Scrolling to Sense-Making: Adolescent Health Information Seeking and Processing in the Digital Age“ stand im Mittelpunkt: Entwicklungen rund um digitale Gesundheitsinformationen, die Nutzung sozialer Medien durch Jugendliche sowie der Umgang mit gesundheitsbezogenen Informationen und Desinformation im digitalen Raum. Darüber hinaus stellte er empirische Forschungsergebnisse und Ansätze zur Förderung digitaler Gesundheitskompetenz bei jungen Menschen vor.
Das Thema gewinnt zunehmend an Bedeutung, da Jugendliche heute so früh und intensiv wie keine Generation zuvor mit digitalen Gesundheitsinformationen in Kontakt kommen. Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube prägen nicht nur das Informationsverhalten, sondern auch Einstellungen und Entscheidungen zu Gesundheitsthemen. Gleichzeitig zeigen Studien, dass viele Jugendliche Schwierigkeiten haben, die Qualität und Vertrauenswürdigkeit von Informationen richtig einzuschätzen. Die Förderung digitaler Gesundheitskompetenz gilt daher als zentrale Voraussetzung für informierte Gesundheitsentscheidungen und gesundheitliche Chancengleichheit.
Kevin Dadaczynski ist Professor für Health Education an der Universität Potsdam und zählt zu den führenden Forschenden im Bereich Gesundheitsförderung und Gesundheitskompetenz. Seine wissenschaftliche Arbeit verbindet Public Health, Bildung und digitale Kommunikation mit einem besonderen Fokus auf Schulen und junge Menschen. Zuvor war er unter anderem am Bundeszentrum für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie an der Leuphana Universität Lüneburg tätig. Neben seiner Forschung engagiert er sich international in wissenschaftlichen Netzwerken und Fachzeitschriften, unter anderem als Associate Editor von Health Promotion International (Oxford University Press).