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BIPS-Institutsseminar: Schulverpflegung als fairer Ernährungsraum: Herausforderungen der Kostensteuerung

Beim BIPS-Institutsseminar am 28. Mai 2025 stand die Frage im Mittelpunkt, wie Gemeinschaftsverpflegung zu einem fairen Ernährungsumfeld beitragen kann. Der Vortrag beleuchtete insbesondere die Herausforderungen der Kostensteuerung in der Kita- und Schulverpflegung in Deutschland.

Grafik zum BIPS-Institutsseminar mit blauem Hintergrund. Links steht der Titel „BIPS-Institutsseminar: Schulverpflegung als fairer Ernährungsraum: Herausforderungen der Kostensteuerung“. Oben links ist das Logo des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS zu sehen. Rechts ein Porträtfoto einer Frau vor hellem Hintergrund.

Ausgangspunkt war der Ansatz eines „fair food environment“, das allen Kindern unabhängig vom sozioökonomischen Hintergrund einen gleichberechtigten Zugang zu gesunden und nährstoffreichen Mahlzeiten ermöglichen soll. Kitas und Schulen nehmen dabei eine zentrale Rolle ein, da viele Kinder erreichen und damit strukturell relevante Ansatzpunkte für Prävention bieten.

Der Vortrag gab einen Überblick über die spezifischen Rahmenbedingungen der Schul- und Kitaverpflegung in Deutschland. Thematisiert wurden unter anderem Zielkonflikte zwischen gesundheitlichen und nachhaltigen Anforderungen einerseits und begrenzten Budgets andererseits. Verschiedene Erhebungen zeigen, dass Schulträger vor der Aufgabe stehen, gesunde Mahlzeiten bezahlbar zu halten und zugleich sozial akzeptable Preise zu gewährleisten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage der Kostenkalkulation. Diskutiert wurde, in welchem Umfang Schulträger Mahlzeiten bezuschussen und welche Kosten mit einer gesundheitsfördernden Verpflegung verbunden sind. Kostenberechnungsmodelle wurden als Instrument vorgestellt, um Entscheidungsprozesse zu unterstützen und Ressourcen effizient einzusetzen, ohne den Nährwert der Mahlzeiten zu beeinträchtigen.

Referentin war M. Ernestine Tecklenburg, Vertretungsprofessorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und Postdoktorandin im Projekt GENAU am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS.