BIPS-Institutsseminar: Kinderarmut und gesundheitliche Ungleichheit
Kinder aus benachteiligten Verhältnissen sind häufiger gesundheitlichen und sozialen Belastungen ausgesetzt. Der Vortrag beleuchtet, wie sich anhaltende Armut und familiäre Erfahrungen - etwa psychische Erkrankungen der Eltern, häusliche Gewalt oder problematischer Alkoholkonsum - im Laufe der Kindheit summieren und auf die körperliche und psychische Gesundheit im Jugendalter auswirken können.
Grundlage sind Analysen der britischen Millennium Cohort Study, die rund 19.000 Kinder von der Geburt bis ins Erwachsenenalter begleitet. Neben der Gesundheit betrachtet der Vortrag auch soziale Folgen, darunter den Kontakt mit der Polizei und das Risiko, weder in Bildung noch in Beschäftigung oder Ausbildung zu sein (NEET). Abschließend geht es darum, wie Kinderarmut bekämpft, Familien unterstützt und gesundheitliche Ungleichheiten verringert werden können.
Referent: Dr. Nicholas Kofi Adjei ist Senior Research Fellow im Team für Forschung zu gesundheitlichen Ungleichheiten und Politik am Department of Public Health, Policy and Systems der University of Liverpool. In seiner Forschung untersucht er, wie soziale und wirtschaftliche Benachteiligung gesundheitliche und soziale Ungleichheiten im Lebensverlauf prägt - mit besonderem Schwerpunkt auf Kindern und jungen Menschen.
Bevor er 2020 nach Liverpool wechselte, arbeitete er am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS, wo er auch promovierte. Er ist Fellow der Higher Education Academy (FHEA), Associate Editor des Journal of Epidemiology and Global Health und Gastherausgeber der BMC-Public-Health-Sammlung „Poverty's Role in Health".
Mittwoch, 25. November 2026, 14:00-14:55 Uhr
BIPS, Raum 1.550
Gastgeber: Prof. Dr. Hajo Zeeb
BIPS, Raum 1.550
Gastgeber: Prof. Dr. Hajo Zeeb
Wer Interesse hat, an der Veranstaltung teilzunehmen, kann sich über institutsseminar(at)leibniz-bips.de anmelden.
