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Prognostische Vorhersagemodelle für Dengue-Komplikationen bei Kindern

Beim BIPS-Institutsseminar stellte Peter Haddawy Ergebnisse einer multizentrischen Studie zur prognostischen Vorhersage des Dengue-Fiebers bei pädiatrischen Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf Dengue-Infektion vor. Der Vortrag befasste sich mit der Entwicklung von Modellen, die das Risiko schwerer Krankheitsverläufe frühzeitig einschätzen sollen.

Ein Mann mit grauen Haaren und Brille steht in einem hellen Büroflur vor Regalen. Er trägt einen grauen Pullover über einem hellblauen Hemd und blickt ernst in die Kamera. Links auf blauem Hintergrund steht der Text: „BIPS-Institutsseminar: Prognostische Vorhersagemodelle für Dengue-Komplikationen bei Kindern“ sowie das BIPS-Leibniz-Logo.

Haddawy erläuterte, dass die zugrunde liegenden Modelle auf 17 Jahren pädiatrischer Patientendaten aus zwei Krankenhäusern in Thailand basieren. Ziel war es, Vorhersagemodelle zu entwickeln, die sowohl in allgemeinen Krankenhaussettings als auch in der Primärversorgung eingesetzt werden können, einschließlich Umgebungen mit eingeschränkten Laborkapazitäten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Modellen für typische klinische Versorgungssituationen, in denen Patientendaten schrittweise im Verlauf eines Krankenhausaufenthalts verfügbar werden. Diese Modelle berücksichtigen die sukzessive Verfügbarkeit klinischer Informationen und sollen eine fortlaufende Risikoabschätzung ermöglichen.

Darüber hinaus ging Haddawy auf die Übertragbarkeit der entwickelten Modelle ein. Die Generalisierbarkeit wurde untersucht, indem die Modelle mit Daten eines Krankenhauses trainiert und mit Daten eines zweiten Krankenhauses getestet wurden.

Peter Haddawy ist Global Talent Professor für Informatik an der Mahidol University und Direktor der Mahidol-Bremen Medical Informatics Research Unit.