Modellregion für angewandte Krebspräventionsforschung am Standort Bremen

Modellregion für angewandte Krebspräventionsforschung am Standort Bremen

Worum geht es?

Seit langem ist bekannt, dass mindestens 40 Prozent der Krebserkrankungen auf veränderbare Risikofaktoren wie Rauchen, ungesunde Ernährung, Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und Übergewicht zurückzuführen sind. Viele weitere Krebsfälle bzw. Krebstodesfälle könnten durch etablierte Früherkennungsmaßnahmen verhindert werden. Das alleinige Wissen um das Potenzial der Krebsprävention reicht jedoch nicht aus. Vielmehr bedarf es der Entwicklung und Bewertung von Strategien, um die Krebsprävention in der Bevölkerung wirksam umzusetzen. Besonders vielversprechend sind dabei zielgruppenspezifische Ansätze. Auch die Berücksichtigung der Lebenssituationen und der unterschiedlichen Lebensphasen ist entscheidend. Die Präventionsmaßnahmen sollten pragmatisch unter Nutzung der bestehenden Strukturen konzipiert werden. Genau für diese Art von Implementationsforschung initiieren wir seitens des BIPS das Vorhaben Modellregion Bremen im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs. Wir wollen damit Wege aufzeigen, die das Potenzial der Krebsprävention und -früherkennung auf regionaler Ebene bestmöglich und dauerhaft ausschöpfen.

Geplanter Ablauf:

Das Vorhaben wird mit unserer Auftaktveranstaltung am 7.7.2022 starten und sich in drei Phasen gliedern: Im ersten Jahr erfolgt eine systematische Bestandsaufnahme des „Status quo“ bzgl. Krebsprävention und -früherkennung in Bremen. In den darauffolgenden Jahren werden eine Reihe von aufeinander abgestimmten Maßnahmen zur Krebsprävention und -früherkennung in der Modellregion flächendeckend umgesetzt und begleitend evaluiert. Am Ende erfolgt eine Gesamtbewertung der Maßnahmen: Zunächst durch Untersuchung von Veränderungen im Gesundheitsverhalten und der Inanspruchnahme von Vorsorgeleistungen, auch im Vergleich zu einer Kontrollregion. Hierzu werden Gesundheitssurveys durchgeführt und Krankenkassendaten ausgewertet. Langfristig wird auch der Effekt auf die Häufigkeit von Krebs und Krebstodesfällen basierend auf Krebsregisterdaten analysiert.

Weitere Informationen werden folgen.

Kontaktperson: Prof. Dr. Ulrike Haug