Fachgruppe Molekulare Epidemiologie

Unter dem Dach der Abteilung Epidemiologische Methoden und Ursachenforschung beschäftigt sich die Fachgruppe Molekulare Epidemiologie mit der Beziehung zwischen Lebensstil-, Umwelt-, metabolischen, immunologischen und genetischen Faktoren und dem Risiko verschiedener Erkrankungen, insbesondere Krebserkrankungen wie Tumoren des oberen Aero-Digestiv-Trakts, männliche Keimzelltumoren oder Kinderkrebserkrankungen, aber auch metabolischer Erkrankungen (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Metabolisches Syndrom). Sie stellt damit einen inhaltlichen Bezug zu den Themen der Fachgruppe Lebensstilbedingte Erkrankungen her, mit der sie in einzelnen Projekten kooperiert.

Der Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf der Untersuchung von molekularen Markern, die mit dem Krankheitsrisiko in Beziehung gesetzt werden, um eine präzise und akkurate Abschätzung von Expositionen, intermediären Veränderungen oder Prognosen zu ermöglichen. Strahlenforschungsexperimente an humanen Fibroblasten-Zelllinien aus Hautbiopsien wie in dem BMBF-Projekt „ISIBELA“ als auch Mikrobiom- und epigenetische Analysen wie in dem EU-Projekt „MyNewGut“ ergänzen die Forschungsausrichtung der Fachgruppe. Die Ziele sind, Erkenntnisse der grundlegenden Mechanismen der Krankheitsätiologie, aber auch zum Verlauf der Erkrankung zu gewinnen. Für diese Forschungsansätze wird eng mit der Biobank des BIPS sowie mit der Fachgruppe Statistische Methoden in der Genetik und Life-Course-Epidemiologie zusammengearbeitet.