Translationale Krebsepidemiologie

Fachgruppe Translationale Krebsepidemiologie

Die Fachgruppe Translationale Krebsepidemiologie wurde Ende 2015 neu eingerichtet und beschäftigt sich mit der (Weiter-) Entwicklung und Bewertung von Strategien zur Senkung der Krebsinzidenz und –mortalität. In Deutschland sind Krebserkrankungen die zweithäufigste Todesursache und mehr als 480.000 Menschen erkranken pro Jahr neu an Krebs.

Ein Drittel der Krebserkrankungen gilt als vermeidbar, doch wird das Potenzial der Primärprävention derzeit nicht ausgeschöpft. Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt ist die Sekundärprävention (Früherkennung), d.h. die Erkennung von Krebserkrankungen in einem Stadium mit guten Heilungschancen.

Beim kolorektalen Karzinom (Darmkrebs), der zweithäufigsten Krebserkrankung in Deutschland, bietet die Früherkennung besonders viel Potenzial, denn die Erkrankung entwickelt sich i.d.R. langsam aus entfernbaren Krebsvorstufen. Zudem sind geeignete Früherkennungsmethoden verfügbar (Koloskopie, immunologischer Test auf Blut im Stuhl). Allerdings sind noch viele Fragen offen, wie ein entsprechendes Früherkennungsprogramm in der Bevölkerung möglichst effektiv gestaltet werden kann. Diesem Themenbereich widmen sich aktuelle und zukünftige Forschungsprojekte der Fachgruppe. In Zusammenarbeit mit der Abteilung „Prävention und Evaluation“ beschäftigt sich die Fachgruppe außerdem mit der Evaluation des Mammographie-Screenings in Deutschland.

Im Aufbau befindet sich ein weiterer Forschungsbereich zum Thema „Krebsprävention bei Verwandten von Krebspatienten“, der eine enge Kooperation mit dem Bremer Krebsregister vorsieht. Außerdem werden derzeit wichtige methodische Vorarbeiten durchgeführt, um die Pharmakoepidemiologische Forschungsdatenbank (GePaRD) zukünftig für krebsbezogene Fragestellungen nutzen zu können.

Ausgewählte Publikationen

Haug U. Flexible sigmoidoscopy screening for colorectal cancer: Different outcomes in men and women are a challenge for decision makers. BMJ 2017 (Editorial). https://doi.org/10.1136/bmj.j75.

Haug U, Grobbee EJ, Lansdorp-Vogelaar I, Spaander MC, Kuipers EJ. Immunochemical faecal occult blood testing to screen for colorectal cancer: can the screening interval be extended? Gut 2016; in press. http://dx.doi.org/10.1136/gutjnl-2015-310102.

Fiederling J, Shams AZ, Haug U. Validity of self-reported family history of cancer: A systematic literature review on selected cancers. Int J Cancer 2016; 139:1449-60. https://doi.org/10.1002/ijc.30203.

Aktuelle Projekte

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

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